Natürlich schön!

Natürlich schön!

Liebe Patienten,

auf dieser Seite möchte ich Ihnen Neues und Interessantes aus der Zahnmedizin vorstellen. Diese Rubrik soll auch die Wechselwirkung zwischen Zahn- und Zahnbetterkrankungen und dem allgemeinen Gesundheitszustand aufzeigen.

Erste Hilfe bei einem Zahnunfall

Schnell ist es passiert – eine Rangelei auf dem Schulhof, ein Ellenbogen beim Handball oder ein Sturz mit dem Fahrrad.  Plötzlich ist eine Ecke vom Zahn abgebrochen oder sogar ein ganzer Zahn ausgeschlagen.

Wie sollten Sie sich dann verhalten?

In jedem Fall sollten Sie unverzüglich einen Zahnarzt aufsuchen. So können Nervschäden häufig vermieden werden. Je eher, desto besser, schließlich geht es um das Leben des Zahnnerven oder den Erhalt des Zahnes! Selbst kleine Absplitterungen können die feinen Dentinkanälchen des Zahnes entblößen und so Bakterien den Zutritt zum Nerven des Zahnes verschaffen.

Optimal ist es, das abgebrochene Zahn-Fragment mitzubringen – dieses kann vom Zahnarzt dann wieder mit modernen Adhaesiv-Systemen unsichtbar am Zahn befestigt  werden.

Sollte durch einen Unfall sogar ein ganzer Zahn ausgeschlagen sein, kann dieser durch den Zahnarzt wieder zurück in das Zahnfach gesetzt werden. Mit Hilfe einer Schienung an den Nachbarzähnen  kann ein so ausgeschlagener Zahn wieder fest anwachsen.

Besonders hier ist Eile geboten, damit die empfindliche Wurzelhaut nicht durch Austrocknen geschädigt wird- 10 Minuten Trockenlagerung sind schon zu viel!

Der Transport eines solchen Zahnes oder Fragmentes geschieht am Besten in einer „Zahnrettungsbox“ aus der Apotheke (z.B. Dentosafe, SOS Zahnbox oder Curasafe). Nur damit ist eine Lagerung sogar für einige Stunden möglich, alles andere führt bei ausgeschlagenen Zähnen zu erheblich schlechterer Einheilungsrate.

Alternativ wird übrigens kalte H-Milch für ausgeschlagene Zähne empfohlen, da diese keimfrei ist und Nährstoffe enthält. Alles andere gilt als untauglich.

Zahnfragmente müssen nur in sauberem Wasser gelagert werden, damit sie wieder befestigt werden können.

Sehr zu empfehlen ist, dass in jeder Hausapotheke, in jeder Schule und jedem Kindergarten eine solche Zahnrettungsbox vorhanden ist. So kann im Notfall sofort optimal reagiert werden. Fragen Sie doch lieber mal bei der Schule, im Kindergarten oder Sportverein Ihres Kindes nach!

Der zahnärztliche Notdienst in Hamburg ist außerhalb der üblichen Praxis-Sprechzeiten unter der Rufnummer 01805050518 jederzeit erreichbar. Dort kann dann die nächstgelegene dienstbereite Praxis erfragt werden.

Übrigens: Ein Sportmundschutz reduziert statistisch belegt drastisch das Schädigungsrisiko Ihrer Zähne und der Zähne Ihrer Kinder. Ein Drittel aller Gesichtsverletzungen entstehen durch Sportunfälle – die Profisportler machen es ja vor – Sport nur mit optimalem Schutz, auch dem professionellen Schutz der Zähne!

Gern beraten wir Sie in unserer zahnärztlichen Praxis rund um das Thema Sportmundschutz.

Meine Zahnstellung ändert sich wieder, nachdem alle Zähne kieferorthopädisch perfekt ausgerichtet wurden. Was kann man da unternehmen? Wie kann man das verhindern?

Viele kennen das Problem: Jahrelanges Tragen von kieferorthopädischen Apparaturen oder Schienen führt zu tollen, harmonischen Zahnbögen. Alle Weisheitszähne wurden gezogen, da diese im Verdacht stehen, Zähne verschieben zu können. Alles wurde unternommen, damit die Zähne lange toll stehen. Und doch:

Plötzlich verschieben oder drehen sich die Zähne ganz langsam wieder. Auch oder gerade nach Jahren.

Natürlich kann man jederzeit wieder eine Klammer vom Kieferorthopäden anfertigen lassen oder man kann sich auch in unserer Zahnarztpraxis mit Hilfe von durchsichtigen Schienen (z.B.  InvisalignHarmonieschiene etc.) die Zähne richten lassen. Da gibt es eigentlich keine Altersbeschränkungen – schöne und gerade Zähne kann jeder haben.

Die Ursache liegt zum Beispiel in der Tendenz, dass der einst mit Klammern durch Dehnung des Zahnbogens mühsam gewonnene Platz von der Natur zurück erobert wird. Auch die sogenannten Parafunktionen „Knirschen“ der Zähne miteinander  oder „Pressen“ der Zähne aufeinander können Zahnumstellungen hervorrufen. Genauso kann die (Ab-)Nutzung von Zahnschmelz zu veränderten Belastungsverhältnissen führen, die dann zu Zahnstellungsänderungen führen können.

Die effektivste Methode stellt das Eingliedern sogenannter „Retainer“ dar. Dabei handelt es sich um Bruchteile vom Millimeter dünne Drahtschienen, die von innen auf die Zähne geklebt werden. Diese Leistung können Sie in unserer Praxis in Hamburg Harvestehude erhalten. Dies ist eine komfortable, einfache aber effektive Methode, das kieferorthopädische Behandlungsergebnis langfristig zu sichern.

Denkbar ist auch die Eingliederung einer Schiene, die dann nachts und zusätzlich wann immer möglich getragen werden sollte. Diese Schiene ist herausnehmbar und durchsichtig gestaltet, so dass sie nicht so stört. Nachteil ist, dass hier auf das regelmäßige Tragen geachtet werden muss – längeres Nichttragen führt dann zu den unerwünschten Zahnumstellungen.

So ist unsere Empfehlung grundsätzlich der Retainer, auch wenn hier die Zahnzwischenraumhygiene in diesem Bereich des Drahtbogens erschwert ist.

Da dies eine kieferorthopädische Leistung ist, wird diese Leistung bei über 18jährigen Erwachsenen von der Kasse in der Regel nicht übernommen- jedoch ist eine kieferorthopädische Behandlung als Spätfolge bei veränderter Zahnstellung viel, viel teurer!

Wir beraten Sie gern über Therapie und Kosten dieser Behandlungsalternativen – damit Ihre Zähne nicht nur schön aussehen sondern auch perfekt stehen – und das dies auch so bleibt. Natürlich schön!

Bis wann sollte mein Kind vom Schnuller entwöhnt sein?

Etwa 60 bis 80% der Kleinkinder weltweit benutzen einen Schnuller. Aus zahnmedizinischer Sicht sollte eine Entwöhnung vom Schnuller spätestens bis zum Ende des 3. Lebensjahres erfolgt sein. Das Problem sind sonst in den meisten Fällen durch den Schnuller verursachte Kiefer- und Zahnfehlstellungen.

Häufig sind durch die Schnuller-Nutzung der „(Lutsch-)offene Biss“ im Vorderzahnbereich oder eine insgesamt zurückgebliebene Entwicklung des Oberkiefers zu beobachten.

Wie kann so eine Schnullerentwöhnung aussehen?

Die Schnullerentwöhnung ist für Eltern und Kinder sehr häufig ein sehr belastendes Unterfangen. Mit 2-3 Lebensjahren ist ein Kind meist nicht einsichtig genug, um Zusammenhänge bewerten zu können und ohne Weiteres auf liebgewordene Angewohnheiten zu verzichten. Hier hilft häufig ein „Schnullerkalender“, bei dem das Kind zum Beispiel bei jedem Einschlafen ohne Schnuller selbst einen „Stern“ oder ähnliches in einen Kalender einträgt und nach 5 oder 10 Sternen eine (natürlich zahnfreundliche) Belohnung erhält. So lässt sich eine Entwöhnung durch die „Kleinen“ selbsttätig mitgestalten und hat meist Erfolg. Es gibt auch die Möglichkeit, einen „Schnullerbaum“ einzurichten, an dem das Kind den Schnuller befestigt. Diese Möglichkeit  lässt das Kind den Schnuller zukünftig auf Wunsch noch einmal „besuchen“ (einige Gemeinden richten in öffentlichen Parks solche „Schnullerbäume“ ein). Auch kann die „Schnullerfee“ den Schnuller gegen ein Geschenk eintauschen. All das sind gute Alternativen, um dem Kind den Abschied vom Schnuller zu erleichtern.

Gibt es Alternativen zum Schnuller?

Sollte sich das Kind trotz aller Bemühungen hartnäckig weigern, den liebgewordenen Schnuller aufzugeben, gibt es einige hilfreiche Alternativen, die die Zahnstellung positiv beeinflussen können. Das Daumenlutschen ist dabei die schlechteste Alternative, welche es auf jeden Fall zu vermeiden gilt.

Eine gute Alternative bilden neuartige Schnuller, welche extrem flexibel sind und einen bis zu 60% geringeren Durchmesser des Schnullerhalses aufweisen. Eine Studie aus Jena zeigt, dass dieser Schnuller wesentlich geringere Zahnfehlstellungen auslöst als herkömmliche Schnuller. Eine weitere Alternative ist die sogenannte „Mundvorhofplatte“, die gänzlich auf den Gummisaugteil verzichtet und lediglich aus dem Lippenschild besteht. Auch so werden Fehlstellungen von Zähnen und Kiefern positiv beeinflusst.

Letztlich ist jedoch die Entwöhnung der beste Weg und einzige Weg. Er führt in der Folge sogar in den meisten Fällen zu einer vollständigen Selbstkorrektur, da Zungen- und Lippendruck die Zähne dann automatisch in die gewünschte Position bringen.

Gerne berate ich Sie als Zahnarzt in meiner Praxis in Hamburg über diese alternativen Hilfen zur Vermeidung der schnullerbedingten Zahnfehlstellungen und kläre Sie über alles Wissenswerte auf, damit auch Karies bei Ihren Kleinen  keine Chance hat.

Zusammenhang zwischen schlechtem Zustand von Zähnen, deutlicher Parodontose und Entzündungen, die sich in anderen Körperregionen manifestieren können.

Das Journal of Clinical Parodontology (J Clin Periodontol 2011; 38: 702-706) veröffentlichte eine Arbeit von Mitarbeitern des Niederländischen Mikrobiologischen Institutes der Universität Groningen. Dort wird ein Patientenfall vorgestellt, bei dem mehrere große Entzündungsherde in beiden Hirnhälften nachweisbar waren. Die auslösenden Erreger sind typischerweise Parodontalkeime, die zunächst in der Mundhöhle des Patienten vorhanden waren. Der Patient hatte über Jahre eine schlechte Mundhygiene, leidet an diversen kariösen Zähnen und an einer deutlichen Parodontose. Von der Mundhöhle aus konnten die Keime in das Hirn des Patienten gelangen und zu den Abszessbildungen führen. Die Wissenschaftler fanden durch Literaturrecherche noch eine große Anzahl anderer Veröffentlichungen, in denen über die Infektion des menschlichen Körpers außerhalb der Mundhöhle durch Parodontose-Keime berichtet wurde.

Wie lange halten Zahnimplantate?

Seit über 25 Jahren werden Implantat-Überlebensraten in Studien untersucht. Demnach halten weit über 90% aller Implantate länger als 10 Jahre. Bei korrekter Versorgung seitens des Zahnarztes und perfekter Mundhygiene des Patienten spricht nichts gegen eine noch längere Verweildauer im Mund. Es können sogar höhere Überlebensraten als für Kronen oder Brückenversorgungen auf natürlichen Zähnen erzielt werden. Implantate sind eine Bereicherung der Möglichkeit zur Wiederherstellung der Mundgesundheit. Es können so gesunde Zahnhartsubstanz geschont, herausnehmbarer Zahnersatz stabilisiert oder sogar umgangen werden.

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) zur Lebenserwartung von Implantaten

Ist eine Zahnreinigung zur Behandlung einer Parodontose mit Laser besser die Herkömmliche?

Eine neue Untersuchung (JClin Periodonto 2011; 38: 470-478) zeigt, dass kein zusätzlicher Erfolg erzielt wird durch zusätzlichen Lasereinsatz gegenüber konventioneller Methodik mit Ultraschall- oder Hand-Instrumentation ohne Laser. Zur Entfernung harter Zahnbeläge im Wurzelbereich (=Konkremente) erscheint der Laser nicht geeignet, da er nicht selektiv genug arbeitet und zwischen Wurzel und Konkrement nicht unterscheidet. Er kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Parodontosebehandlung empfohlen werden. Lediglich bei chirurgischen Eingriffen, als Skalpell, hat der Laser den Vorteil eines weniger blutenden OP-Gebietes herbeizuführen. Auch zur Bakterienreduktion bei der„photodynamischen Therapie“ kann der Laser lediglich als zusätzliche Maßnahme oder zur akuten Schmerzbehandlung eingesetzt werden.

wissenschaftliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn- Mund- Kieferheilkunde